Meine Abschlussarbeit, die ich unter der Betreuung von Prof. Wulf (Wulf- Architekten Stuttgart) verfasste, galt es eine Wache für eine atomare, biologische und chemische-Anlage zu planen.

 

BESTAND/ STANDORT

Die Ordensburg wurde zur Zeit des Nationalsozialismus gegründet. Sie diente als Ausbildungsstätte für das zukünftige Führungspersonal der NS-Partei. Die Burg wurde gemäß handwerklicher Tradition in der alpenländlichen Baugesinnung und mit den Baustoffen, die das Allgäu zu bieten hatte, errichtet (Bruchsteinen und Holz).

Die Ordensburg liegt auf einer Moräne-Terrasse über dem Illertal und der Ortschaft.

 

DER UMGANG MIT DER ACHSE

Mein Entwurf entfernt sich deutlich von der mittleren Achse und um dies zu verstärken, plane ich einen „grünen Streifen”, der durch die Achse geführt wird und in der Einfahrt endet. Somit entziehe ich der Burg ihre Wichtigkeit und baue damit eine Distanz zur Vergangenheit auf. Außerdem bewirkt die vorgesehene Baumreihe ein Zusammenfügen der Anlage. Stellplätze werden von der Achse bzw. Weiterführung weggenommen und in der neuen geplanten Einfahrtssituation integriert.

 

IDEOLOGIE/ ENTWURF

Die oben erwähnte Distanzierung drückt sich durch die Positionierung (Achse), das Material (Sichtbeton), die Geschichte (schwarzes Kapitel) sowie die Form (Flachdach) aus.

Für den Laien soll klar sein, dass die Wache nicht zum Bestand gehört, sondern nach der NS-Zeit erbaut worden ist.

Eine dominante Erscheinung, durch geschlossene Fassaden, verstärkt die monolithische Wirkung der Wache. Hieraus entwickelt sich die architektonische Zurückhaltung, das klare subtile Volumen – außen formal beruhigt, innen differenziert entfaltet.

Der „Körper“ verbirgt in seinem Inneren ganz auf sich selbst bezogene Räume (Privatheit), die den Nutzer in eine vermeintlich andere „Wohnwelt“ eintauchen lassen.

Der Hof fungiert als ein zentraler Bezugspunkt für die Aufenthaltsräume, gleichzeitig dient er auch als Aussichtsplattform und bietet eine Blick auf die Landschaft (Berge). Großzügige Öffnungen orientieren sich nach Süd-Osten und bieten den primären Räumlichkeiten eine optimale Tageslichtnutzung. Die Nebenräume sind in einer strengen L- Form angeordnet und werden übereinen lichtgefluteten Gang erschlossen.

Der “Körper” verbirgt in seinem Inneren ganz auf sich selbst bezogene Räume (Privatbereich), die den Nutzer in eine vermeintlich andere Welt eintauchen lassen.