Im Integrierten Projekt 2 soll vor allem das Verständnis für die konzeptionellen Wechselwirkungen zwischen Tragwerk, Bauphysik, Material und technischem Ausbau beim Entwerfen und Konstruieren weiter ausgeprägt und vertieft werden.

Eine parallele zur Realität ist das fächerübergreifende integrative Planen, indem der Entwurf unter Berücksichtigung der Tragwerkslehre und dem klimagerechten Bauen durchzuarbeiten ist.

Das Zwischenspiel zwischen den einzelnen Komponenten macht den Entwurf zu etwas Besonderen, da es sich auf die wesentlichen Aspekte konzentriert, die den Stipendiaten ihre Aufgabe erleichtern soll.

 

EINFACHE UND ZWECKMÄßIGE ARCHITEKTUR

„Einfach“ bauen war von Anfang an der Grundstein unseres Entwurfs.

Die Art des Entwerfens lässt einen Zweckwechsel zu, der definitiv stattfinden wird. Aufgrunddessen stehet im Vordergrund ein neutraler Entwurf, der sich mit der Umgebung in Einklang bringen lässt.

 

GESCHLOSSEN UND OFFEN

In Bereichen, in denen der Aufenthalt sehr kurz ist, sind die Räume schlicht und im Hintergrund gehalten, sodass sich der Fokus der Stipendiaten ganz auf die offenen Räume fixiert.

 

PRIMÄR UND SEKUNDÄR

Der Treppenbereich, das Bad und der Technikraum liegen in einem Bereich, der als Sekundär angesehen wird. Dieser Part des Hauses ist für die innere Erschließung vorbehalten und ist für einseitig nutzbare Räume konzipiert. Im Primärbereich wird der Alltag gelebt und den Interessen nachgegangen. Die räumliche Trennung von Arbeiten und Wohnen ist der Wechsel zwischen Erholung und Leistung, der ein wichtiger Punkt in dieser Zeit ist.

Der Tritt ins Freie bietet eine Rückzugsmöglichkeit in die Natur. Die große Terrasse bietet in diesem Zusammenhang einen Ort um neue Energie zu schöpfen, die nach einem langen Arbeitstag von Nöten ist. Das Arbeiten in den ersten Morgenstunden wird vom Stipendiat bevorzugt, daher wird versucht die Morgensonne mit den großen Öffnungen auf der Ost-Seite einzufangen. Die Lage des Arbeitsplatzes ermöglicht eine faszinierende Aussicht auf den Garten und den dahinterliegenden Wald. Die klaren Linien der Räume ermöglichen dem Stipendiat die volle Konzentration auf seine Gedanken, seine Ideen und sollen ihn nicht durch unklare und undurchschaubare Architektur ablenken. Die zweckmäßige Architektur dient nur dem Nutzen die Stipendiatenzeit zu erleichtern, weshalb die Räume dementsprechend wohlgezielt angeordnet sind. Die verschiedenen Szenarien der Altersklassen, die sehr stark mit anderen Interessen verbunden sind, geben den Beweggrund, einen offenen Grundriss, der eine einfache Nutzung der Räumlichkeit zulässt, zu gestalten. Die offenen Räume sollen das freie Denken und die Kreativität der Bewohner fördern. Die Loggia ist ein Bindeglied zwischen Innen und Außen. Unter freiem Himmel ist die Loggia ein Teil des Hauses, allerdings ist sie konstruktiv nicht an das Haus gebunden und kann als etwas Eigenes angesehen werden.