Im dritten Integrierten Projekt des 4. Semesters galt es ein Objekt in Stahlskelettbau zu entwerfen und zu konstruieren. Hierbei soll das Entwerfen von linienförmigen Tragwerken fundierte Kenntnisse der Materialeigenschaften von Stahl im Hinblick auf Herstellungs- und Verarbeitungsprozess vermitteln. Das Wissen über modulare Ordnungssysteme sowie konstruktionsspezifische Hüllsysteme wird dabei vertieft.

Auch bei diesem Integrierten Projekt soll vor allem das Verständnis für die konzeptionellen Wechselwirkungen zwischen Tragwerk, Bauphysik, Material und technischem Ausbau beim Entwerfen und Konstruieren tiefergehend geschult werden.

Der finale Entwurf der Documenta in Kassel hatte einen langen Weg bis zu seiner jetzigen Form. Eines war schon in der Entwurfsphase sehr deutlich, es soll eine klare und dominante Form besitzen, die sich mit dem Bestand messen kann und sich nicht verstecken muss.
Durch Modellstudien und 3D-Visualisierungen war es möglich die Wirkung des Objekts auf die Umgebung bildlich darzustellen.
Vor allem die Nutzung der passiven Sonnenenergie, die in Mitteleuropa eine Rarität darstellt, wurde sehr stark berücksichtigt im Entwurf. Durch eine offen gestaltete Hülle wirkte die Documenta wie ein „SUG“ (Marktplatz aus dem Orient). Dies war in diesen Breitengraden nur möglich, weil das Objekt für 90 Tage im Sommer bestehen sollte. Im Inneren befanden sich mobile Zellen, welche man auch aus Messeveranstaltungen kennt.
Klar erkennbar und ein Blickfang sollte das Objekt sein und somit wurde es an diesem zentralen Standort geplant.

Wie bereits oben erwähnt, ist die Documenta eine Veranstaltung im Sommer und somit sollten die Anforderungen der Klimabedingungen im Inneren dementsprechend dieser Jahreszeit angepasst werden. Dabei war die Schwierigkeit die Klimatisierung für einen starken Publikumsverkehr zu gewährleisten. Da die Möglichkeit für aufwendige Anlagen nicht vorhanden waren, sollten die Konzepte klimatisch optimal und kostengünstig geplant werden.
Für diesen Entwurf sollte eine Adiabatekühlung zum Einsatz kommen, die sich intelligent und kostengünstig integrieren lässt.

Bei der Lichtkonzeption war es wichtig variabel zu reagieren und somit den Betreibern die Möglichkeit zu bieten, die Lichtverhältnisse bei bevorstehenden Events ganz nach ihrem Motto kreieren und gestalten zu können.